Bezahlte Apps nachbauen mit Claude Code und REA
Das baust du
Du lädst die App runter, gibst sie REA und das Ding zerlegt sie dir komplett. Danach weiß Claude, wie sie funktioniert, und baut dir daraus deine eigene, mit deinen eigenen Wünschen, einfach auf Deutsch. Das Herzstück ist die Tabelle mit den App-Arten: Sie zeigt dir, was du für Desktop-Apps, Web-Apps, Android-Apps und native Programme zusätzlich brauchst, und zu jeder Art bekommst du einen fertigen Prompt. Am Ende bringst du deine eigene App ins Web oder in den App Store.
Was du pro App-Art brauchst
Welche App-Art du hast
Bei Apps, die es nur im iPhone App Store gibt, geht das aktuell nicht. Bei Android oder im Web schon. Für Android installiert Claude dir in Schritt 6 zwei kostenlose Zusatzprogramme. Desktop-Apps auf Mac und Windows kannst du ebenfalls analysieren.
Electron heißt: Die Desktop-App ist innen eine Website, die in ein eigenes Fenster verpackt ist. Das ist der einfachste Fall. Welche Art deine App ist, findet Claude in Schritt 3 für dich heraus.
Claude Code öffnen
Leg auf deinem Schreibtisch einen leeren Ordner App-Nachbau an. Darin landen alle Analysen und später deine eigene App.
- Öffne die Claude Desktop-App und klick oben auf den Tab Code.
- Stell als Umgebung Local ein. Claude arbeitet dann auf deinem Rechner.
- Wähl als Projektordner deinen Ordner App-Nachbau.
Wenn Claude im Lauf des Guides um Erlaubnis fragt, etwas zu installieren oder eine Datei zu ändern, lies kurz, worum es geht, und bestätige.
REA installieren
REA ist kostenlos und Open Source. Es ist ein MCP-Server, also ein Stecker zwischen Claude und deinen Apps: Darüber kann Claude Apps untersuchen, ohne ihren Quellcode zu haben. Kopier den Prompt in den Claude Code Chat. Claude prüft Node.js, installiert es bei Bedarf und richtet REA ein.
Danach musst du Claude einmal komplett neu starten, sonst sieht Claude die neuen Werkzeuge nicht. Auf dem Mac mit Cmd+Q beenden und neu öffnen, unter Windows das Fenster schließen und die App neu starten. Öffne danach wieder den Code-Tab im Ordner App-Nachbau.
Richte mir REA ein, das Tool zum Analysieren von Apps. Nimm nur das offizielle Paket rea-agents vom Repo github.com/morluto/rea. 1. Prüf, ob Node.js 22.19 oder neuer installiert ist. Wenn nicht, installier die aktuelle LTS-Version von nodejs.org in meinen Benutzerordner, ohne Admin-Rechte. 2. Führ dann aus: npx -y rea-agents@6.5.0 setup --client claude_code --yes 3. Führ danach aus: npx -y rea-agents@6.5.0 doctor --client claude_code --json und erklär mir das Ergebnis in einfachen Worten. 4. Sag mir am Ende, ob alles geklappt hat und dass ich Claude jetzt neu starten muss.
Herausfinden, welche Art App du hast
Bevor du etwas zusätzlich installierst, lässt du Claude nachsehen, welcher Weg aus diesem Guide zu deiner App passt. Ersetz im Prompt die eckigen Klammern durch den Namen deiner App.
Ich will die App [Name der App] mit REA analysieren. Find heraus, ob sie auf meinem Rechner installiert ist und welche Art App das ist: - Electron (prüf, ob im App-Paket eine Datei app.asar liegt) - native Mac-App oder natives Windows-Programm - oder ob es sie nur im Web gibt. Sag mir, welchen Weg ich nehmen soll: A (Electron), B (Web), C (Android), D (native Mac-App) oder E (Windows-Programm), und was ich dafür noch installieren muss.
Weg A: Desktop-App mit Electron analysieren
Für Apps wie Notion, Slack, Superhuman, Linear oder Obsidian.
Das ist der einfachste Weg, du brauchst nichts zusätzlich. Der Code der Oberfläche steckt in einer Datei namens app.asar, das ist das Paket, in das Electron die App verpackt. Auf dem Mac liegt sie im App-Paket unter Contents/Resources/app.asar, unter Windows im Installationsordner unter resources\app.asar. Claude findet sie selbst.
REA führt dabei nichts von der App aus, es liest die Datei nur. Je nach Größe der App dauert die Analyse eine bis ein paar Minuten.
Analysier mit REA die App [Name der App]. 1. Nimm die Datei app.asar im App-Paket (auf dem Mac: /Applications/[Name der App].app/Contents/Resources/app.asar) und ruf analyze_javascript_application mit detail summary auf. 2. Meldet REA den Fehler artifact_integrity_mismatch, wiederhol den Aufruf mit integrity_policy record-and-continue. 3. Erklär mir danach in einfachen Worten: welche Fenster und Funktionen die App hat, wie die Oberfläche aufgebaut ist, mit welchen Servern sie spricht und welche Teile nur online laufen. 4. Schreib alles in die Datei analyse.md in diesem Ordner.
Weg B: Web-App analysieren
REA beobachtet eine Seite, während du sie benutzt. Dafür braucht es ein eigenes Chrome-Fenster mit einem eigenen, leeren Profil. Seit Chrome 136 lässt sich dein normales Chrome-Profil nicht mehr so anzapfen, und das ist auch gut so: Deine gespeicherten Passwörter und Cookies bleiben außen vor.
- Schick den Prompt. Claude öffnet ein neues Chrome-Fenster.
- Log dich in diesem Fenster selbst bei der Web-App ein. Dein Passwort tippst du selbst, nie Claude.
- Schreib Claude „Bin eingeloggt“. Dann hast du 60 Sekunden, in denen du die Funktion durchklickst, die du nachbauen willst.
REA schaut dabei nur zu. Passwörter, Cookie-Werte und gespeicherte Daten nimmt es nicht in die Analyse auf.
Ich will die Web-App [Adresse der Seite] mit REA analysieren. 1. Öffne Google Chrome als neues Fenster mit einem eigenen, neuen Profil im Ordner rea-chrome-profil in meinem Benutzerordner, mit --remote-debugging-port=9222, und lade darin [Adresse der Seite]. Nutz nie mein normales Chrome-Profil. 2. Warte, bis ich mich eingeloggt habe und Bescheid gebe. 3. Hol dir mit list_browser_targets die Seite und starte observe_web_session für 60 Sekunden. In der Zeit klicke ich die Funktion durch, die du nachbauen sollst. 4. Erklär mir danach, wie die Seite aufgebaut ist, welche Schritte im Hintergrund passieren und welche Daten vom Server kommen. 5. Schreib alles in die Datei analyse-web.md in diesem Ordner.
Weg C: Android-App analysieren
Für Android braucht REA zwei kostenlose Zusatzprogramme:
- Java, genauer ein volles JDK in Version 17 oder neuer. Wir nehmen das JDK 21 von Eclipse Temurin, mit genau dieser Version ist REA getestet.
- JADX als Datei
jadx-headless-mcp-0.7.1-all.jar. JADX übersetzt den Code einer Android-App zurück in lesbaren Java-Code.
Beides installiert Claude in einen Ordner rea-tools in deinem Benutzerordner, ohne Admin-Rechte, und trägt die Pfade in die REA-Einstellungen von Claude Code ein. Danach startest du Claude neu.
Richte die Android-Analyse für REA ein, ohne Admin-Rechte: 1. Prüf, ob ein volles JDK 17 oder neuer installiert ist. Wenn nicht, lad das JDK 21 von Eclipse Temurin passend zu meinem System über https://api.adoptium.net/v3/binary/latest/21/ga/[System]/[Prozessor]/jdk/hotspot/normal/eclipse herunter (System: mac oder windows, Prozessor: aarch64 oder x64) und entpack es in den Ordner rea-tools in meinem Benutzerordner. Auf dem Mac ist JAVA_HOME dann der Unterordner Contents/Home. 2. Lad https://github.com/1013503897/jadx-headless-mcp/releases/download/v0.7.1/jadx-headless-mcp-0.7.1-all.jar in denselben Ordner und prüf die SHA-256-Prüfsumme. Sie muss 6e5eacf500b64292bfb73c49797c1958f6ee44646e43e868039ae7feb573ff75 sein. Stimmt sie nicht, lösch die Datei und hör auf. 3. Mach eine Sicherheitskopie der Datei .claude.json in meinem Benutzerordner. Trag dann im Eintrag mcpServers.rea unter env zwei Werte ein: REA_JADX_MCP_JAR mit dem absoluten Pfad zur JAR-Datei und JAVA_HOME mit dem Pfad zum JDK. Lass alles andere in der Datei unverändert. 4. Setz dieselben zwei Werte als Umgebungsvariablen und prüf mit npx -y rea-agents@6.5.0 doctor --provider jadx --json, ob JADX bereit ist. 5. Sag mir, ob alles geklappt hat und dass ich Claude jetzt neu starten muss.
Die APK-Datei besorgen
Die APK ist die Installationsdatei einer Android-App. Am sichersten holst du sie dir von deinem eigenen Android-Handy, auf dem die App schon installiert ist. Lad APKs nicht von fremden Download-Seiten, dort steckt oft Schadsoftware drin.
Am Handy einmal einschalten:
- Öffne Einstellungen > Über das Telefon und tipp siebenmal auf Build-Nummer, bis „Du bist jetzt Entwickler“ erscheint. Bei manchen Herstellern liegt die Build-Nummer in einem Untermenü wie Softwareinformationen.
- Geh zurück und öffne Einstellungen > System > Entwickleroptionen. Schalte dort USB-Debugging ein.
- Verbinde das Handy per Kabel mit deinem Rechner. Wenn das Handy fragt, ob es USB-Debugging zulassen soll, tipp auf Zulassen.
Schalte USB-Debugging wieder aus, wenn du fertig bist.
Hol mir die APK der App [Name der App] von meinem Android-Handy. Das Handy ist per Kabel verbunden und USB-Debugging ist an. 1. Lad die Android SDK Platform Tools von developer.android.com/tools/releases/platform-tools in den Ordner rea-tools in meinem Benutzerordner, ohne Admin-Rechte. 2. Such mit adb shell pm list packages das Paket der App. 3. Hol mit adb shell pm path den Speicherort und kopier die base.apk mit adb pull in diesen Ordner. 4. Sag mir, wie die Datei heißt und wo sie liegt.
Die Android-App analysieren
REA startet die App dabei nicht und braucht keinen Emulator. Es liest die APK-Datei und zeigt dir den zurückübersetzten Code. Ersetz im Prompt die Funktion durch das, was du nachbauen willst, zum Beispiel „das Anlegen einer neuen Aufgabe“.
Analysier mit REA die Datei base.apk in diesem Ordner. 1. Starte mit inspect_android_package und erklär mir, was die App ist und welche Berechtigungen sie verlangt. 2. Such mit search_android_classes die Klassen zur Funktion [Funktion] und schau dir die wichtigsten mit inspect_android_class an. 3. Dekompilier die entscheidenden Methoden mit inspect_android_method. 4. Erklär mir in einfachen Worten, wie die Funktion abläuft und welche Daten sie an Server schickt. 5. Schreib alles in die Datei analyse.md in diesem Ordner.
Weg D: Native Mac-App analysieren
Native Mac-Apps sind direkt für den Mac geschrieben, meist in Swift, und haben keine app.asar. Für sie braucht REA ein Analyse-Programm. Auf dem Mac nimmst du Hopper: REA installiert es selbst, ohne Admin-Rechte, in den Ordner Programme in deinem Benutzerordner.
- Schick den ersten Prompt. REA lädt Hopper vom Hersteller und öffnet es.
- Hopper fragt dich beim ersten Start, ob du den Demo-Modus nutzen oder eine Lizenz aktivieren willst. Wähl den Demo-Modus. Das musst du selbst klicken.
- Starte Claude komplett neu und schick den zweiten Prompt.
Was REA dir zeigt, ist Pseudocode: ein zurückübersetzter Code, der zeigt, was das Programm tut, nicht der Originalcode des Herstellers.
Installier Hopper für REA. Führ dafür aus: npx -y rea-agents@6.5.0 setup --client claude_code --yes --install-hopper Sag mir danach, was ich in Hopper klicken muss, und dass ich Claude neu starten soll.
Native Mac-App analysieren
Analysier mit REA die App /Applications/[Name der App].app. 1. Öffne das Programm mit open_binary und verschaff dir mit binary_overview einen Überblick. 2. Such gezielt nach den Funktionen, die zu [Funktion] gehören, und schau dir die wichtigsten mit Dekompilierung, Aufrufern und Querverweisen an. 3. Erklär mir in einfachen Worten, wie die Funktion abläuft. 4. Schreib alles in die Datei analyse.md in diesem Ordner und schließ die Analyse am Ende mit close_binary.
Weg E: Natives Windows-Programm analysieren
Nur auf einem Windows-PC mit 64-Bit-System.
Für Windows-Programme ohne Electron nutzt REA Ghidra, ein kostenloses Analyse-Programm, dazu Java (JDK 21). REA kennzeichnet die Windows-Unterstützung mit Ghidra noch als experimentell und nur zum Lesen. Hopper gibt es für Windows nicht.
Richte Ghidra für REA ein, ohne Admin-Rechte: 1. Lad Ghidra 12.1.4 (Datei ghidra_12.1.4_PUBLIC_20260921.zip) von github.com/NationalSecurityAgency/ghidra/releases und das JDK 21 von Eclipse Temurin für Windows x64 in den Ordner rea-tools in meinem Benutzerordner und entpack beides. 2. Mach eine Sicherheitskopie der Datei .claude.json in meinem Benutzerordner. Trag im Eintrag mcpServers.rea unter env drei Werte ein: GHIDRA_INSTALL_DIR mit dem Ghidra-Ordner, JAVA_HOME mit dem JDK-Ordner und REA_ANALYSIS_PROVIDER mit dem Wert ghidra. Lass alles andere unverändert. 3. Prüf mit npx -y rea-agents@6.5.0 doctor --provider ghidra --json, ob Ghidra bereit ist. 4. Sag mir, dass ich Claude jetzt neu starten muss. Danach: Analysier mit REA das Programm [Pfad zur .exe]. Öffne es mit open_binary, verschaff dir mit binary_overview einen Überblick, schau dir die Funktionen zu [Funktion] an und schreib alles in analyse.md.
Deine eigene Version bauen
Jetzt kommt der zweite Prompt. Danach weiß Claude, wie die App funktioniert, und baut dir daraus deine eigene. Mit deinen eigenen Wünschen, einfach auf Deutsch. Schreib deine Wünsche in die eckigen Klammern, zum Beispiel „Aufgaben mit Fälligkeitsdatum, Projekte, eine Tagesansicht und Tastenkürzel“.
Claude baut die App zuerst als Web-App, die auf deinem Rechner im Browser läuft. Das ist der schnellste Weg zu einem Ergebnis, und daraus wird später auch die iPhone- oder Android-Version.
Lies analyse.md (und analyse-web.md, falls vorhanden). Bau mir daraus im neuen Unterordner meine-app meine eigene Version dieser App, als Web-App, die im Browser auf meinem Rechner läuft. - Schreib den ganzen Code selbst neu. Übernimm keinen Code, keine Grafiken, keine Texte, kein Logo und nicht den Namen der Original-App. Gib der App einen eigenen Namen und ein eigenes Design. - Bau zuerst nur diese Funktionen: [deine Wünsche]. - Speicher die Daten erst mal lokal auf meinem Rechner. - Start die App am Ende, öffne sie im Browser und test jede Funktion selbst. - Erklär mir danach, was noch fehlt und was Funktionen wie Sync zwischen Geräten oder KI kosten würden.
Deine App veröffentlichen
Deine App läuft auf deinem Rechner. Jetzt bringst du sie zu anderen. Der einfachste Weg ist das Web, dafür reicht ein kostenloser Account bei Netlify. Für den App Store brauchst du einen Mac, ein bezahltes Apple-Entwicklerkonto und etwas Geduld bei der Prüfung durch Apple.
Der einfachste Weg: als Website veröffentlichen
Claude macht aus deiner App einen fertigen Ordner mit allen Dateien. Leg dir auf netlify.com einen kostenlosen Account an (Free-Plan, kostenlos), melde dich an und zieh den Ordner dann auf app.netlify.com/drop. Deine App ist danach online. Ohne Anmeldung schützt Netlify die Adresse mit einem vorläufigen Passwort, dann sieht sie niemand außer dir.
Mach meine App im Ordner meine-app fertig für die Veröffentlichung als Website. Bau einen fertigen Ordner, der direkt im Browser läuft, mit einer index.html. Prüf, dass alles ohne lokalen Server funktioniert, und sag mir genau, welchen Ordner ich auf app.netlify.com/drop ziehen soll.
Apple-Entwicklerkonto anlegen
Diesen Schritt machst du selbst, weil es um deine Identität und eine Zahlung geht.
- Prüf, dass in deinem Apple-Account die Zwei-Faktor-Authentifizierung an ist. Am iPhone: Einstellungen > dein Name > Anmeldung & Sicherheit.
- Geh auf developer.apple.com/programs/enroll und melde dich als Einzelperson an. Du musst volljährig sein und deinen echten Namen angeben. Dieser Name steht später im App Store als Anbieter.
- Bezahl die 99 € im Jahr. Apple zeigt dir den genauen Betrag bei der Anmeldung. Die Mitgliedschaft verlängert sich automatisch, bis du sie kündigst.
Die Bestätigung sollte innerhalb von 24 Stunden kommen. Bevor du die erste App anlegen kannst, musst du in App Store Connect unter Business die aktuelle Vereinbarung von Apple akzeptieren.
Xcode installieren
Xcode ist Apples kostenloses Programm, mit dem iPhone-Apps gebaut und hochgeladen werden. Claude Code steuert es für dich, installiert sein muss es aber.
- Öffne den Mac App Store, such Xcode und installier es. Die aktuelle Version Xcode 27.1 braucht macOS Tahoe 26.6 oder neuer. Prüf deine Version oben links über Apple-Menü > Über diesen Mac.
- Öffne Xcode einmal. Wenn es fragt, welche Plattformen du installieren willst, wähl iOS. Das dauert je nach Internet eine Weile.
Die iPhone-Version bauen und im Simulator testen
Claude baut aus deiner Web-App eine echte iPhone-App und testet sie im iOS Simulator, einem virtuellen iPhone auf deinem Mac. In der Claude Desktop-App auf dem Mac gibt es dafür eigens einen Simulator-Bereich. Darin siehst du, wie Claude die App startet und sich durch die Bildschirme tippt. Der Bereich ist noch in der öffentlichen Beta, läuft ab Claude Pro und braucht die Desktop-App ab Version 1.24012.0 mit installiertem Xcode.
Die Bundle ID ist der eindeutige Name deiner App bei Apple, zum Beispiel com.deinname.meineapp. Nach dem ersten Upload lässt sie sich nicht mehr ändern, also wähl sie in Ruhe.
Bau aus meiner App im Ordner meine-app eine native iPhone-App mit SwiftUI im neuen Ordner meine-app-ios. Gleiche Funktionen, gleiche Logik, eigenes Design. 1. Leg ein Xcode-Projekt an mit der Bundle ID com.[deinname].[appname] und iOS 17 als Mindestversion. 2. Aktivier unter Signing & Capabilities Automatically manage signing. 3. Bau die App und starte sie im iOS Simulator auf einem iPhone 17. Tipp dich durch jede Funktion, prüf, dass nichts abstürzt, und zeig mir am Ende Screenshots. 4. Sag mir, was noch fehlt, bevor die App in den App Store kann.
Store-Texte, Datenschutz und Screenshots von Claude vorbereiten lassen
Apple verlangt für jede App ein paar Pflichtangaben. Fast alles davon schreibt Claude dir:
- Datenschutzerklärung als Link, im App Store und in der App selbst.
- App-Datenschutz-Angaben: welche Daten deine App sammelt, auch über eingebaute Fremd-Bibliotheken.
- Altersfreigabe über einen Fragebogen. Ohne Altersfreigabe wird keine App veröffentlicht.
- Screenshots: mindestens einer für das iPhone mit Dynamic Island, maximal zehn pro Gerätegröße, ohne Transparenz.
- Account löschen: Kann man in deiner App ein Konto anlegen, muss man es in der App auch wieder löschen können.
Bereite alles vor, was ich für den App Store für meine App in meine-app-ios brauche, und speicher es im Ordner app-store: 1. Eine Datenschutzerklärung auf Deutsch als einfache Website im Ordner app-store/datenschutz mit einer index.html, passend zu dem, was die App wirklich speichert und sendet. Sag mir, dass ich den Ordner angemeldet auf app.netlify.com/drop ziehen soll, und bau den Link danach in die App ein. 2. Name, Untertitel, Beschreibung und Keywords für den App Store, auf Deutsch, ohne den Namen der Original-App. 3. Meine Antworten für die App-Datenschutz-Angaben und den Fragebogen zur Altersfreigabe, als Liste zum Abtippen. 4. Fünf Screenshots aus dem Simulator auf einem iPhone 17. Prüf, dass sie 1206 x 2622 Pixel groß sind, und speicher sie in app-store/screenshots. 5. Falls die App Konten hat: Bau eine Funktion zum Löschen des Kontos in die App ein.
Die App hochladen
Das Hochladen machst du in Xcode mit ein paar Klicks. Den Eintrag für deine App in App Store Connect musst du vorher nicht anlegen: Fehlt er beim ersten Upload, fragt Xcode dich nach den nötigen Angaben und legt ihn für dich an.
- Schreib Claude: „Öffne das Projekt meine-app-ios in Xcode.“
- Klick im Projekt links auf deine App, dann oben auf Signing & Capabilities. Wähl im Feld Team dein bezahltes Entwickler-Team. Taucht dein Team nicht auf, schreib Claude: „Zeig mir, wie ich meinen Apple-Account in Xcode hinzufüge.“
- Wähl oben in der Leiste als Ziel ein Gerät statt eines Simulators, zum Beispiel Any iOS Device (arm64).
- Klick im Menü auf Product > Archive. Xcode baut das Archiv und öffnet danach den Organizer. Falls nicht: Window > Organizer.
- Wähl links Archives, markier dein Archiv und klick auf Distribute App.
- Wähl TestFlight & App Store und klick auf Distribute. Xcode signiert, verpackt und lädt die App hoch.
Bei Apple zur Prüfung einreichen
Geh auf appstoreconnect.apple.com und trag dort ein, was Claude im Ordner app-store vorbereitet hat.
- Klick auf Apps und wähl deine App.
- Klick links auf die App-Version, die du einreichen willst.
- Füll die Felder aus: Beschreibung, Keywords, Link zur Datenschutzerklärung, Screenshots, Altersfreigabe und App-Datenschutz.
- Scroll rechts runter zum Bereich Build und prüf, dass dein hochgeladener Build ausgewählt ist. Direkt nach dem Upload kann es eine Weile dauern, bis er dort erscheint.
- Klick oben rechts auf Add for Review.
- Klick auf Submit for Review. Der Status wechselt zu In Review, sobald Apple mit der Prüfung beginnt.
Apple prüft nach eigenen Angaben mindestens 50 Prozent der Einreichungen in weniger als 24 Stunden und 90 Prozent in weniger als 48 Stunden. Hat deine App einen Login, gib Apple im Bereich App Review Information einen Demo-Zugang.
Optional: in den Google Play Store
Wenn deine App auch auf Android-Handys laufen soll.
Für Android läuft es ähnlich, mit drei Unterschieden:
- Das Entwicklerkonto in der Google Play Console kostet einmalig rund 22 €. Du brauchst einen Ausweis und eine Kreditkarte auf deinen Namen, Prepaid-Karten gehen nicht.
- Neue private Entwicklerkonten müssen vor der Veröffentlichung einen geschlossenen Test machen: mindestens 12 Tester, die mindestens 14 Tage am Stück dabei sind. Springt einer ab, beginnen die 14 Tage neu.
- Google will die App als Android App Bundle (.aab). Das baut Android Studio, kostenlos.
Bau aus meiner App im Ordner meine-app eine native Android-App mit Kotlin im neuen Ordner meine-app-android. Gleiche Funktionen, eigenes Design. Installier dafür, was fehlt, ohne Admin-Rechte. Erzeug am Ende ein signiertes Android App Bundle (.aab), speicher den Signatur-Schlüssel sicher im Ordner meine-app-android/schluessel und sag mir, dass ich davon eine Sicherheitskopie machen soll.
Häufige Fragen
Bekomme ich mit REA den Code der Original-App?
Nein. REA zeigt dir, wie die App aufgebaut ist und wie ihre Funktionen ablaufen. Bei nativen Apps siehst du zurückübersetzten Pseudocode. Deine eigene Version schreibt Claude komplett neu.
Geht das auch mit iPhone-Apps?
Bei Apps, die es nur im iPhone App Store gibt, geht das aktuell nicht. Bei Android oder im Web schon. Gibt es die App auch als Web-Version oder Desktop-App, nimm Weg A oder B.
Was passiert mit meinen Daten?
Die App-Dateien bleiben auf deinem Rechner, REA liest sie dort. Die Ergebnisse der Analyse, deine Nachrichten und Screenshots aus dem Simulator gehen an Claude. Bei Web-Apps nimmt REA keine Passwörter, Cookie-Werte oder gespeicherten Daten in die Analyse auf.
Brauche ich Programmierkenntnisse?
Nein. Du kopierst die Prompts in den Claude Code Chat und bestätigst, wenn Claude fragt. Selbst klicken musst du nur bei Hopper, beim Einloggen in Chrome, am Android-Handy, beim Apple-Konto und beim Hochladen in Xcode.
Danke! Magst du kurz sagen, was am meisten geholfen hat? (optional)
Danke. Was hat gefehlt? (optional)