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Claude-Limit sparen: das Loopsystem mit Executor-Subagent

Codewort: MODELL039 Claude Code Claude Basics 3 Prompts zum Kopieren Stand Juli 2026 111 Aufrufe

Das baust du

Du baust dir in Claude Code ein Loopsystem: Dein stärkstes Modell schreibt nur noch den Plan und prüft das Ergebnis, ein Executor-Subagent auf Haiku oder Sonnet erledigt die Fleißarbeit dazwischen. Dadurch hält dein Nutzungslimit deutlich länger. Du bekommst drei fertige Prompts: den Executor-Prompt, den Loop-Prompt und das Ziel mit /goal, das dein Top-Modell den Executor so lange an die Arbeit schicken lässt, bis das Ergebnis wirklich steht.

3fertige Prompts
ca. 10 MinSetup
1xpro Projekt einrichten

So funktioniert das Loopsystem

Wenn du einfach das stärkste Modell auswählst und drauflos arbeitest, macht dieses Modell alles selbst: Dateien lesen, Texte tippen, umformulieren, Fehler suchen. Das ist, als würdest du einen Architekten dafür bezahlen, Wände zu streichen. Je stärker das Modell, desto schneller ist dein Limit leer.

Das Loopsystem teilt die Arbeit auf drei Rollen auf:

  1. Der Planer: dein Top-Modell. Es schreibt einen detaillierten Plan, baut aber selbst nichts.
  2. Der Executor: ein Subagent auf Haiku oder Sonnet. Er setzt den Plan Schritt für Schritt um, in einem eigenen Gesprächsverlauf.
  3. Der Prüfer: wieder dein Top-Modell. Es kontrolliert das Ergebnis gegen den Plan und schickt den Executor mit konkreten Korrekturen zurück, bis alles passt.

Dazu kommt /goal. Damit gibst du eine Abschlussbedingung vor. Nach jeder Runde prüft ein kleines, schnelles Modell, ob sie erfüllt ist. Erst dann bekommst du die Kontrolle zurück. So entsteht die Schleife: planen, delegieren, prüfen, wiederholen.

Schritt 1

Claude Code öffnen

Du gehst auf Claude und öffnest Claude Code: Starte die Claude-Desktop-App und klick oben auf Code.

Wähle dann den Ordner, in dem gearbeitet werden soll, und bestätige den Zugriff. Für den ersten Durchgang nimmst du deinen Übungsordner. Claude arbeitet nur in dem Ordner, den du hier freigibst.

Schritt 2

Dein stärkstes Modell auswählen

Jetzt wählst du dein stärkstes Modell aus. Tippe dafür /model ins Eingabefeld und drück Enter. Es öffnet sich eine Liste mit allen Modellen, die dein Plan anbietet. Nimm das stärkste davon, zum Beispiel Opus.

Dieses Modell ist ab jetzt dein Planer und dein Prüfer. Die eigentliche Arbeit gibt es gleich ab.

Schritt 3

Executor-Subagent erstellen

Jetzt sagst du deinem Top-Modell: Erstell mir einen Executor-Subagent, der auf Haiku oder Sonnet läuft. Kopier dafür den Prompt unten in das Eingabefeld und schick ihn ab. Claude legt den Subagent daraufhin selbst an.

Fragt Claude, ob der Subagent nur für dieses Projekt oder für dich persönlich gelten soll: Wähle Projekt, wenn du das System erst testen willst. Wähle persönlich, wenn der Executor dir in allen Projekten zur Verfügung stehen soll.

Prompt 01: Executor-Subagent erstellen
Erstelle mir einen Subagent namens "executor", der auf dem Modell Haiku läuft.
Seine Aufgabe: Er bekommt einen fertigen, detaillierten Plan und setzt ihn exakt um, Schritt für Schritt. Er trifft keine eigenen Entscheidungen, die nicht im Plan stehen. Ist etwas im Plan unklar, notiert er die offene Frage, statt zu raten. Am Ende fasst er kurz zusammen, was er umgesetzt hat und wo er vom Plan abweichen musste.
Schritt 4

Kurz gegenchecken

Schick zur Kontrolle: Zeig mir den Inhalt von .claude/agents/executor.md.

In der Antwort muss die Zeile model: haiku (oder model: sonnet) stehen. Dann ist das Setup fertig. Das machst du pro Projekt genau einmal. Hast du den Executor persönlich angelegt, liegt die Datei im Ordner .claude/agents in deinem Benutzerordner und gilt automatisch überall.

Schritt 5

Den Loop-Prompt starten

Jetzt startest du das Ganze mit dem Loop-Prompt. Er teilt die Arbeit sauber auf: erst planen (teuer, aber kurz), dann delegieren (günstig), dann prüfen (teuer, aber kurz). Ersetz [DEINE AUFGABE] durch das, was erledigt werden soll, zum Beispiel „20 Hook-Varianten für mein nächstes Video-Skript zum Thema KI im Alltag“.

Was dann passiert: Dein Top-Modell zerlegt die Aufgabe in einen nummerierten Plan, übergibt ihn an den Executor, nimmt jedes Teilergebnis ab und schickt bei Bedarf konkrete Korrekturen zurück. Weil der Executor in einem eigenen Verlauf arbeitet, bleibt dein Hauptgespräch schlank und übersichtlich.

Prompt 02: Der Loop-Prompt
Schreib zuerst einen detaillierten Plan für folgende Aufgabe: [DEINE AUFGABE].
Baue in dieser Phase noch nichts. Wenn der Plan steht, übergib ihn Schritt für Schritt an den executor-Subagent. Prüfe nach jedem Schritt selbst das Ergebnis gegen den Plan. Wenn etwas fehlt oder nicht passt, schick den executor mit konkreten Korrekturanweisungen noch einmal los. Melde dich erst zurück, wenn alles dem Plan entspricht.
Schritt 6

/goal ans Ende setzen

Damit es nicht aufhört, bevor es wirklich gut ist, setzt du noch /goal ans Ende. Tippe /goal, dahinter deine Abschlussbedingung, und schick es ab. Jetzt schickt dein Top-Modell den Executor so lange an die Arbeit, bis das Ziel erreicht ist.

Nach jeder Runde liest ein kleines Prüf-Modell den Verlauf und entscheidet nur eine Frage: Ziel erreicht, ja oder nein? Bei Nein startet die nächste Runde von allein. Solange das Ziel aktiv ist, siehst du eine Anzeige, wie lange es schon läuft.

Prompt 03: Ziel setzen
/goal Alle Schritte aus dem Plan sind umgesetzt und vom Hauptmodell geprüft. Es gibt keine offenen Korrekturanweisungen mehr, und es wurden nur die im Plan genannten Dateien verändert. Stoppe spätestens nach 20 Turns.
Schritt 7

Kontrolle behalten

  • /goal ohne Text zeigt dir den Status: das Ziel, die bisherigen Runden, den Verbrauch und die letzte Begründung des Prüf-Modells.
  • /goal clear stoppt die Schleife sofort.
  • Ist das Ziel erreicht, verschwindet es von selbst. Ein neues /goal ersetzt ein altes, es läuft immer nur eins.

Selbst prüfen, ob alles steht: Starte einen Testlauf mit einer kleinen Aufgabe. Siehst du im Verlauf, dass dein Top-Modell an den Executor übergibt, statt selbst zu tippen? Dann läuft dein Loopsystem.

So schreibst du eine gute Abschlussbedingung

Ob der Loop am richtigen Punkt stoppt, entscheidet fast nur die Bedingung hinter /goal. Das Prüf-Modell öffnet keine Dateien und führt nichts aus. Es liest nur, was Claude im Verlauf zeigt.

  • Ein messbarer Endzustand: „alle 20 Hooks sind geprüft“, „die Liste offener Punkte ist leer“. Nicht „mach es richtig gut“.
  • Ein Nachweis: etwas, das Claude selbst zeigen kann, zum Beispiel eine Abnahme-Liste oder ein Testergebnis.
  • Grenzen: was nicht passieren darf, zum Beispiel „keine Datei außerhalb des Projektordners verändern“.
  • Ein Turn-Limit als Notbremse: „Stoppe spätestens nach 20 Turns“. Ein Turn ist eine komplette Arbeitsrunde von Claude.

Die Bedingung darf bis zu 4.000 Zeichen lang sein.

Wofür sich das System eignet

  • Content: Skripte und Hooks in Serie. Das Top-Modell legt Kriterien und Struktur fest, der Executor schreibt die Rohfassungen, das Top-Modell siebt streng aus und lässt schwache Varianten überarbeiten.
  • Recherche: viele Quellen sichten und zusammenfassen lassen, das Top-Modell zieht das Fazit.
  • Aufräumen: Dateien umbenennen, Strukturen vereinheitlichen, Listen abarbeiten, bis die Liste leer ist.
  • Code: Fehler beheben, bis alle Tests fehlerfrei durchlaufen.

Mit diesem System schreibe ich auch teilweise meine Skripte. Damit habe ich über 40.000 Follower in unter 50 Tagen bekommen. Das Loopsystem ist einer der Bausteine dahinter.

Die Executor-Datei zum Mitnehmen

Die fertige Executor-Subagent-Datei legst du in den Ordner .claude/agents deines Projekts. Dann kannst du Schritt 3 überspringen.

Häufige Fragen

Geht das auch im normalen Claude-Chat?

Nein, Subagents und /goal gehören zu Claude Code. Du brauchst also den Bereich Code in der Desktop-App.

Muss ich das Setup jedes Mal neu machen?

Nein. Einmal pro Projekt, oder gar nur einmal, wenn du den Executor persönlich anlegst. Danach besteht jede neue Aufgabe nur noch aus Loop-Prompt plus Ziel.

Kann ich den Executor auch für andere Aufgaben nutzen?

Ja. Immer wenn ein klarer Plan vorliegt, kannst du schreiben: „Gib die Umsetzung an den executor.“

Quick Reference

  • Top-Modell plant und prüftRoutinearbeit gehört nie ins teuerste Modell.
  • Executor auf HaikuErledigt die Fleißarbeit exakt nach Plan. Bei komplexer Arbeit Sonnet.
  • Loop-PromptPlan schreiben, an den Executor übergeben, Ergebnis abnehmen.
  • /goal [Bedingung]Claude arbeitet weiter, bis die Bedingung erfüllt ist.
  • /goal und /goal clearStatus ansehen und Schleife sofort stoppen.
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