Digitalen Fußabdruck löschen mit ChatGPT: aus den Datenbanken verschwinden
Das baust du
Dieser Guide wurde aktualisiert.
Du lässt ChatGPT das Internet nach deinen Daten durchsuchen, bekommst für jede Seite die passende Löschanfrage und lässt sie einreichen, bis dein Name aus den Datenbanken verschwindet. Weg 1 läuft mit vier Prompts, der Trick ist der Agentenmodus, der die Anfragen selbst einreicht. Weg 2 baut Marlons Skill-Ablauf als ChatGPT-Projekt nach: Er sucht auch in Firmenverzeichnissen und Telefon-Apps und gibt dir jede Anfrage fertig zum Absenden.
Der Skill zum Herunterladen
Die Datei digitaler-fussabdruck-pro.zip brauchst du für Weg 2. Lade sie herunter und entpack sie, ChatGPT braucht die einzelnen Dateien darin.
So entpackst du die Datei
- 1Am Mac: Doppelklick auf die ZIP-Datei im Ordner Downloads. Daneben erscheint der Ordner digitaler-fussabdruck-pro.
- 2Am Windows-PC: Rechte Maustaste auf die ZIP-Datei, dann Alle extrahieren und Extrahieren.
- 3Öffne den Ordner digitaler-fussabdruck-pro und darin den Ordner references. Dort liegen die sechs Dateien, die du gleich hochlädst.
Warum deine Daten überall auftauchen
Jede Anmeldung, jeder Online-Kauf und jedes Gewinnspiel hinterlässt Spuren. Datenhändler (Firmen, die Adressen und Telefonnummern sammeln und verkaufen) bündeln diese Daten. Personensuchseiten zeigen sie dann öffentlich: Name, Adresse, Telefon, Alter, oft sogar Verwandte.
Dein Werkzeug dagegen ist Art. 17 DSGVO, das Recht auf Löschung. Es gilt gegenüber jeder Firma, die Daten von Menschen in der EU verarbeitet, auch wenn sie ihren Sitz in den USA hat. Eine Anfrage mit „Gemäß Art. 17 DSGVO“ wird schneller bearbeitet als ein „Bitte entfernt mich“, weil die Firma echte Konsequenzen sieht.
Weg 1: Mit ChatGPT in vier Prompts
Der komplette Ablauf läuft in einem einzigen Chat. Starte zwischen den Schritten keinen neuen Chat, ChatGPT braucht die Ergebnisse aus jedem Schritt.
ChatGPT nach deinen Daten suchen lassen
- Öffne ChatGPT und starte einen neuen Chat.
- Kopier den Prompt darunter, ersetz die drei Angaben in eckigen Klammern durch deine eigenen und schick ihn ab.
ChatGPT durchsucht jetzt das Internet und listet dir jeden Datenhändler und jede Personensuchmaschine mit deinen Daten auf, samt Opt-out-Link. Opt-out heißt einfach: der Link, über den du dich austragen lässt. Rechne mit 15 bis 50 Treffern, oft auch Seiten, von denen du nie gehört hast.
Danach schickst du im selben Chat den Prompt „Tiefere Suche“ hinterher. Damit durchsucht ChatGPT gezielt weitere Arten von Seiten. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz gehören auch Das Örtliche, Klicktel und 11880 dazu.
# Meinen digitalen Fußabdruck finden Durchsuche das Internet nach allem, was du über mich findest. Liste jeden Datenhändler und jede Personensuchmaschine auf, die meine persönlichen Daten preisgeben, und gib mir den exakten Opt-out-Link für jeden Einzelnen. Mein Name: [Dein voller Name] Mein Wohnort: [Deine Stadt, Land] Meine E-Mail: [Deine E-Mail-Adresse] Gib mir für jede Seite: 1. Name der Seite und URL 2. Welche Daten sie über mich haben (Adresse, Telefon, E-Mail usw.) 3. Den exakten Abmelde- bzw. Lösch-Link für diese Seite 4. Ob eine E-Mail-Bestätigung oder ein Ausweis nötig ist
Tiefere Suche
# Weitere Seiten finden Gut, durchsuche jetzt auch diese Kategorien: - Personensuchmaschinen (Spokeo, WhitePages, BeenVerified, Intelius, TruePeopleSearch) - Öffentliche Register-Aggregatoren - Background-Check-Seiten - Marketing-Datenhändler - Telefonnummer-Lookup-Seiten - E-Mail-Lookup-Dienste - Social-Media-Scraping-Seiten Suche außerdem meinen Namen in Anführungszeichen bei Google und zeig mir alle Treffer, von denen ich entfernt werden sollte. Prüf außerdem Das Örtliche, Klicktel und 11880 und suche meinen Namen zusammen mit meiner Stadt, meiner Firma oder meinem Verein.
Im selben Chat die Löschanfragen schreiben lassen
Bleib im selben Chat und schick den zweiten Prompt ab. ChatGPT schreibt dir dann für jede Seite eine maßgeschneiderte Löschanfrage, im Format, das die Seite verlangt, mit der richtigen Rechtsgrundlage und einer Frist von 30 Tagen.
Für Seiten, die nur E-Mails annehmen, gibt es darunter zusätzlich die E-Mail-Vorlage.
# Löschanfragen schreiben Schreib mir die exakte Löschanfrage, die ich an jede Einzelne schicke. Für jede Seite: 1. Im Format, das die Seite konkret verlangt (E-Mail, Webformular oder Brief) 2. Mit Verweis auf die passende Rechtsgrundlage (DSGVO Art. 17 bzw. CCPA/Landesrecht bei US-Seiten) 3. Mit meinen konkreten Daten, die gelöscht werden sollen 4. Mit Bitte um Löschbestätigung 5. Mit einer Frist von 30 Tagen
E-Mail-Vorlage
# Für E-Mail-basierte Löschungen Schreib eine formelle Lösch-E-Mail für Seiten, die eine E-Mail-Anfrage verlangen. Enthalten soll sein: - Betreffzeile mit Verweis auf mein Recht auf Löschung (DSGVO Art. 17 bzw. CCPA) - Mein voller Name und Angaben, damit die Seite meinen Datensatz findet - Konkrete Aufforderung, alle meine Daten zu löschen - Bitte um schriftliche Bestätigung innerhalb 30 Tagen - Hinweis, dass ich mich sonst bei der Aufsichtsbehörde beschwere
Agentenmodus einschalten und alles einreichen lassen
Jetzt der Trick:
- Tipp im Eingabefeld auf das +.
- Schalte den Agentenmodus ein.
- Schick den dritten Prompt ab.
ChatGPT öffnet jetzt seinen eigenen Browser und reicht die ganze Liste ein, während du einfach nur dasitzt. Bei Seiten mit Formular füllt es die Felder aus und schickt ab. Bei Seiten, die eine E-Mail brauchen, schreibt es den Entwurf, und du verschickst ihn selbst. Am Ende bekommst du ein Protokoll mit allen Bestätigungsnummern.
Wenn ChatGPT zwischendurch fragt, ob es etwas absenden darf, lies kurz drüber und bestätige. Bei „Ich bin kein Roboter“-Häkchen übernimmst du kurz selbst und tippst danach auf Weiter.
# Löschanfragen einreichen Geh auf jede einzelne dieser Seiten und reiche die Löschanfrage für mich ein. Bei Seiten mit Abmelde-Formular: - Zur Abmelde-Seite navigieren - Formular mit meinen Daten ausfüllen - Anfrage absenden Bei Seiten, die eine E-Mail brauchen: - Die E-Mail entwerfen (ich verschicke sie selbst) Führ ein Protokoll: - Welche Seiten bearbeitet wurden - Datum jeder Einreichung - Bestätigungsnummern - Seiten, die nicht abgeschlossen werden konnten (und warum)
Jede Woche automatisch nachprüfen lassen
Jetzt kommt das Beste. Datenhändler kaufen laufend neue Daten ein und legen dein Profil wieder an. Schick deshalb den vierten Prompt ab. ChatGPT baut dir daraus eine geplante Aufgabe, die jede Woche läuft, bis deine Daten endgültig weg sind. Du bekommst jedes Mal einen kurzen Statusbericht.
Die meisten Seiten löschen innerhalb von 7 bis 14 Tagen, manche brauchen bis zu 45 Tage.
# Laufende Kontrolle einrichten Prüfe jetzt jede Woche jede Seite erneut und reiche jede ignorierte Anfrage erneut ein, bis alles vollständig weg ist. Bei jeder wöchentlichen Kontrolle: 1. Jede Seite nach meinem Namen durchsuchen 2. Sind meine Daten noch da: die Löschanfrage neu einreichen 3. Seiten, die 2 oder mehr Anfragen ignoriert haben, eskalieren (Beschwerde an die Aufsichtsbehörde vorbereiten) 4. Mir einen wöchentlichen Statusbericht geben: welche Seiten sauber sind, welche noch Daten zeigen
Weg 2: Marlons Skill-Ablauf in ChatGPT
Das ist derselbe Ablauf wie bei Marlons Claude-Skill, nur in ChatGPT. Du baust ihn einmal als Projekt nach. Ein Projekt ist ein eigener Bereich in ChatGPT mit festen Anweisungen und Dateien, die in jedem Chat darin gelten. Die Anweisung bekommst du unten fertig zum Kopieren, die Verzeichnisse mit Datenhändlern, Vorlagen und Klick-Anleitungen stecken in der ZIP-Datei oben auf dieser Seite.
Die wichtigste Regel bleibt auch hier: ChatGPT verschickt nie selbst eine E-Mail. Jede Anfrage bekommst du fertig zum Absenden, auf Senden klickst du selbst.
Ein Projekt in ChatGPT anlegen
- Öffne chatgpt.com im Browser am Computer und melde dich an. Projekte gibt es nur mit Konto.
- Klick links in der Seitenleiste auf Neues Projekt (New project).
- Gib als Namen Digitaler Fußabdruck ein und bestätige.
Die Anweisung einfügen
- Klick im Projekt oben auf die drei Punkte ••• und dann auf Projekteinstellungen (Project settings).
- Kopier die Anweisung darunter komplett und füg sie in das Feld Anweisungen (Instructions) ein.
- Klick auf Speichern.
Die Anweisung gilt ab jetzt in jedem Chat in diesem Projekt, du musst sie nie wieder einfügen.
Du hilfst mir, meine eigenen persönlichen Daten im Internet zu finden und löschen zu lassen. Ich bin kein Technik-Profi. Schreib einfach, in kurzen Sätzen, und erklär jedes Fachwort in Klammern. WICHTIGSTE REGEL: Du verschickst niemals selbst E-Mails. Jede Löschanfrage bekomme ich als Entwurf oder als Text zum Kopieren, und auf Senden klicke ich selbst. Das gilt auch, wenn ich "mach weiter" oder "erledige das" schreibe. Formulare schickst du nur ab, wenn ich für genau dieses eine Formular "Ja, absenden" geschrieben habe. Nutze die Dateien in diesem Projekt: - verzeichnis-global.md: immer - verzeichnis-dach.md: wenn ich in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohne oder gewohnt habe - verzeichnis-usa.md: bei jedem Bezug zu den USA - verzeichnis-international.md: für alle anderen Länder - vorlagen.md: für jede Anfrage - klick-anleitungen.md: sobald eine Seite eine Bestätigung von mir verlangt Erfinde keine Links, Adressen oder Treffer. Was nicht in den Dateien steht, prüfst du per Websuche. "Nicht gefunden" ist ein gültiges Ergebnis. Wenn ich "Lösch meinen digitalen Fußabdruck" schreibe, gehst du so vor: 1. Frag zuerst, ob es um meine eigenen Daten geht. Dann frag nach Vor- und Nachname, Land und Stadt, E-Mail-Adresse(n) und Handynummer(n). Danach biete freiwillige Fragen an: andere Namen, frühere Wohnorte, alte Adressen und Nummern, Benutzernamen, Beruf. Frag nie nach Ausweisnummer, Steuer-ID, Bankdaten oder Passwörtern. 2. Durchsuche Google, Personensuchmaschinen, Datenhändler, B2B-Datenbanken (Firmenverzeichnisse mit Kontaktdaten), Caller-ID-Apps wie Truecaller, Telefonbücher, Datenleaks und alte Accounts. Such mit jeder Namensvariante, jeder E-Mail und jeder Nummer. Nimm nur Treffer, die eindeutig zu mir passen, und frag bei Unsicherheit nach. Bei Datenbanken, die man nicht durchsuchen kann, bereite vorsorglich eine Anfrage vor. 3. Sortiere jeden Treffer: per E-Mail lösbar, kurze Aufgabe für mich (Häkchen, Bestätigungslink, SMS-Code) oder später mit Ausweis, Brief oder Anruf. Zeig mir dazu eine kurze Übersicht mit Zahlen. 4. Schreib für jede Seite eine eigene Löschanfrage mit der richtigen Rechtsgrundlage (EU: Art. 17 und Art. 21 DSGVO, Schweiz: DSG, USA: CCPA oder das passende Landesgesetz) und der richtigen Datenschutz-Adresse. Gib mir pro Anfrage Empfänger, Betreff und Text in je einem eigenen Block zum Kopieren. Ist meine E-Mail verbunden, leg die Anfragen dort nur als Entwurf an. 5. Bau mir eine Klick-Liste: alles, was ich selbst tun muss, die schnellsten Aufgaben zuerst, je mit direktem Link, Zeitangabe und höchstens fünf Schritten. 6. Führe ein Protokoll mit Seite, Löschweg, Status und Datum und zeig mir nach jedem Schritt den Stand. 7. Wenn ich "Mach die Nachkontrolle" schreibe: Prüf jede Seite erneut, schreib ignorierte Anfragen neu und nach 30 Tagen ohne Antwort eine Eskalation. Hilf mir dann bei der Beschwerde an die Datenschutzbehörde.
Die Verzeichnisse als Dateien hochladen
- Klick im Projekt auf Dateien hinzufügen (Add files). Je nach Version steht dort auch Quellen oder ein +.
- Wähl im entpackten Ordner (Download oben auf dieser Seite) unter references die Dateien aus, die mit .md enden, und lade sie hoch.
Im kostenlosen Konto passen nur 5 Dateien in ein Projekt. Lass dann verzeichnis-usa.md weg. Hast du mal in den USA gelebt, lass stattdessen verzeichnis-international.md weg. Mit Plus lädst du einfach alle sechs hoch.
Neuen Chat im Projekt starten und den Befehl eingeben
Klick im Projekt in das Eingabefeld, damit der Chat im Projekt startet, und schick den Befehl ab. ChatGPT fragt dich dann kurz nach deinen Daten für die Suche. Danach durchsucht es Google, Personensuchmaschinen, Datenhändler, B2B-Datenbanken (Firmenverzeichnisse mit Kontaktdaten von Berufstätigen) und Caller-ID-Apps wie Truecaller, die Telefonnummern mit Namen verknüpfen.
Für jede Seite schreibt ChatGPT die Löschanfrage mit der richtigen Rechtsgrundlage und der Datenschutz-Adresse aus deinen Verzeichnis-Dateien.
Lösch meinen digitalen Fußabdruck.
Die fertigen Anfragen selbst absenden
ChatGPT gibt dir jede Anfrage in drei Teilen: Empfänger, Betreff und Text, jeweils in einem eigenen Kasten mit Kopier-Knopf.
- Öffne dein Postfach (Gmail, GMX, web.de, T-Online oder Outlook) und klick auf Neue E-Mail.
- Kopier Empfänger, Betreff und Text nacheinander hinein.
- Lies kurz drüber und klick auf Senden. Dann die nächste.
Für die Seiten, bei denen du selbst ein Häkchen setzen musst, bekommst du am Ende die Klick-Liste: schnellste Aufgaben zuerst, jede mit direktem Link. Hak sie von oben nach unten ab und schreib ChatGPT kurz „3 erledigt“.
Nach zwei Wochen nachprüfen
Stell dir einen Handy-Wecker in 14 Tagen mit dem Titel „Datenlöschung prüfen“. Öffne dann denselben Chat im Projekt und schreib Mach die Nachkontrolle. ChatGPT prüft jede Seite erneut und schreibt jede ignorierte Anfrage neu, bis deine Daten wirklich weg sind.
Wenn eine Seite hängen bleibt
Rechne bei einer typischen Liste mit 3 bis 5 Seiten, die hängen bleiben. So kommst du trotzdem durch:
| Problem | Das macht ChatGPT | Das machst du |
|---|---|---|
| „Ich bin kein Roboter“-Prüfung | Wartet und merkt sich den Fortschritt | Häkchen im selben Fenster setzen, dann „weiter“ schreiben |
| Nur per Telefonanruf (z. B. MyLife) | Schreibt dir ein Wort-für-Wort-Skript (Prompt „Anruf-Skript“) | Zu Geschäftszeiten anrufen, etwa 5 Minuten |
| Ausweis-Upload verlangt | Prüft, ob das wirklich nötig ist, und formuliert eine Rückfrage | Nur bei seriösen Anbietern, Ausweisnummer und Unterschrift schwärzen |
| Anfrage wird ignoriert | Schreibt eine Eskalation mit Frist | Nach 30 Tagen Beschwerde bei der Datenschutzbehörde |
| Kein Kontaktweg zu finden | Sucht über die Domain-Daten (WHOIS) den Inhaber oder Hoster | Direkt bei der Datenschutzbehörde melden |
| Daten tauchen wieder auf | Die regelmäßige Kontrolle fängt es ab und reicht neu ein | Nichts, außer die Kontrolle laufen lassen |
Die größten Datenhändler und DACH-Quellen
Fang bei den großen US-Seiten an, wenn du je in den USA warst:
| Seite | Löschweg |
|---|---|
| Spokeo / Intelius / FastPeopleSearch / PeopleFinder / USSearch | Online-Abmeldeformular |
| WhitePages | Online-Abmeldung (Telefon-Verifizierung) |
| BeenVerified | E-Mail an privacy@beenverified.com |
| TruePeopleSearch | Online-Removal-Tool |
| Radaris | E-Mail-Anfrage (reagiert oft langsam) |
| MyLife | Telefonanruf nötig (1-888-704-1900) |
| Acxiom | Online-Abmeldung bei aboutthedata.com |
| Oracle/Datalogix | E-Mail an privacy@oracle.com |
DACH-Quellen: Das Örtliche / Klicktel / 11880 (Telefonbuch-Einträge: bei Klicktel selbst löschen/bearbeiten, bei Das Örtliche über DTM Deutsche Tele Medien); Robinsonliste (kostenlose Sperrliste gegen Werbung unter robinsonliste.de); Auskunfteien (kostenlose Selbstauskunft nach Art. 15 DSGVO, danach ggf. Löschung/Berichtigung nach Art. 17).
Gut zu wissen: Ein Werbewiderspruch (Sperrvermerk, Robinsonliste) ist oft praktikabler als eine vollständige Löschung. Nach kompletter Löschung „vergisst“ das System auch deinen Werbewiderspruch.
Weitere Prompts für den Rest deines Fußabdrucks
Mit diesen Prompts gehst du nach, wenn eine Seite nur per Anruf löscht, eine Anfrage ignoriert wird oder du Google, alte Accounts und Social Media aufräumen willst. Schick sie am besten im selben Chat wie die Suche ab.
Anruf-Skript
# Skript für Löschanruf [Seitenname] verlangt einen Anruf zur Löschung meines Profils. Schreib mir ein kurzes Skript zum Vorlesen, das: 1. Meine Identität kurz bestätigt (Name, Profil-URL) 2. Klar die vollständige Löschung meiner Daten verlangt 3. Nach einer Bestätigungsnummer fragt 4. Falls abgewimmelt: höflich auf mein gesetzliches Recht auf Löschung verweist
Eskalationsschreiben
# Für Seiten, die nicht reagieren [Seitenname] hat meine Löschanfrage seit [Anzahl] Wochen ignoriert. Schreib mir eine Eskalations-E-Mail, die: 1. Auf mein ursprüngliches Anfragedatum und die Bestätigungsnummer verweist 2. Die konkrete Rechtsgrundlage nennt, gegen die verstoßen wird 3. Ankündigt, dass ich in 7 Tagen Beschwerde bei der zuständigen Aufsichtsbehörde einreiche 4. Nach Name und Kontakt des/der Datenschutzbeauftragten fragt
Beschwerde vorbereiten
# Beschwerde einreichen [Seitenname] hat [Anzahl] Löschanfragen über [Zeitraum] ignoriert. Hilf mir, eine Beschwerde vorzubereiten: fasse den Verlauf (Anfragedaten, verwendete Rechtsgrundlage, ausbleibende Antworten) in einer Chronologie zusammen, die ich in das Beschwerdeformular der zuständigen Behörde einfügen kann.
Google-Bereinigung
# Google-Suchergebnisse entfernen Suche bei Google nach meinem Namen und finde Treffer, die persönliche Infos von mir zeigen. Für jeden Treffer: 1. Prüfen, ob die Quelle ein Datenhändler ist (per Opt-out bearbeiten) oder etwas anderes 2. Ist die Quellseite bereits entfernt: zeig mir, wie ich eine Google-Löschanfrage für den veralteten Cache-Eintrag stelle 3. Ist die Quelle noch live: entwirf eine Löschanfrage für genau diese Seite
Alte Accounts finden
# Vergessene Accounts finden Hilf mir, alte, vergessene Accounts zu finden. Prüfe: - Meine E-Mail-Adresse auf haveibeenpwned.com, um zu sehen, bei welchen Diensten meine Daten in einem Datenleck auftauchten - Varianten meines Nutzernamens auf Social-Media-Plattformen - Accounts, die an meine Telefonnummer gebunden sind Für jeden gefundenen Account: sag mir, wie ich ihn lösche bzw. eine Datenlöschung anfordere. Wenn der Dienst nicht mehr existiert: sag mir, ob meine Daten trotzdem noch irgendwo abrufbar sind.
Privatsphäre-System aufbauen
# Ein Datenschutz-System aufbauen Hilf mir, ein einfaches System aufzubauen, damit meine Daten nicht weiter durchsickern. Ich brauche: 1. Einen E-Mail-Alias-Dienst (empfiehl die beste kostenlose Option) 2. Ein Datenschutz-Browser-Setup mit den passenden Erweiterungen 3. Einen Plan, welche Dienste meine echten Daten bekommen und welche nur einen Alias 4. Eine vierteljährliche Erinnerung, die Datenhändler-Suche erneut laufen zu lassen Mach es praktisch. Ich stelle nicht alles über Nacht um. Gib mir die 3 wichtigsten Änderungen für diese Woche.
Häufige Fragen
Weg 1 oder Weg 2, was soll ich nehmen?
Hast du ChatGPT Plus, nimm Weg 1: Der Agentenmodus reicht Formulare selbst ein. Hast du kein Plus, nimm Weg 2. Er sucht breiter, auch in Firmenverzeichnissen und Telefon-Apps, und die E-Mails schickst du selbst ab.
Kann ich die ZIP-Datei in ChatGPT auch als Skill hochladen?
Mit ChatGPT Business, Enterprise oder Edu ja: links auf Plugins, dann Skills, Erstellen (Create) und Vom Computer hochladen (Upload from your computer). Im privaten Konto mit Free, Go oder Plus nimmst du den Projekt-Weg aus Weg 2.
Darf ich das überhaupt?
Ja. Das Recht auf Löschung nach Art. 17 DSGVO steht jedem zu, dessen Daten verarbeitet werden. Du musst keinen Grund angeben, warum du gelöscht werden willst.
Soll ich meine echte E-Mail-Adresse nehmen?
Für die meisten Anfragen ja, viele Firmen prüfen deine Identität über genau die Adresse, die sie gespeichert haben. Für Personensuchseiten kannst du eine Tarn-Adresse nehmen, zum Beispiel über Apple „E-Mail-Adresse verbergen“ oder Firefox Relay. Dann entsteht keine neue Datenspur.
Ich lösche meinen Social-Media-Account. Sind die Daten dann weg?
Nicht sofort. Facebook behält Daten bis zu 90 Tage, manche Sicherungskopien länger. Lade dein Datenarchiv herunter, bevor du einen Account löschst.
Danke! Magst du kurz sagen, was am meisten geholfen hat? (optional)
Danke. Was hat gefehlt? (optional)
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